Sicherheitshinweise:
- Luftdruck immer am kalten Reifen prüfen – nach der Fahrt fällt der Wert zu hoch aus.
- Herstellerwerte für Solo- und Soziusbetrieb beachten (Aufkleber/Handbuch).
Reifen sind der einzige Kontakt zur Straße – entsprechend wichtig sind Luftdruck und Profil. Beides lässt sich in wenigen Minuten selbst kontrollieren und gehört vor jeder längeren Tour zur Routine.
Benötigtes Werkzeug
Ein zuverlässiger Reifendruckprüfer ist die wichtigste Anschaffung – die Anzeigen an Tankstellensäulen sind oft ungenau. Der Rest steht in der Infobox.
Schritt für Schritt
- Kalt messen: Prüfe den Druck vor der Fahrt oder nach maximal wenigen Kilometern.
- Sollwerte ermitteln: Die Werte stehen im Handbuch oder auf einem Aufkleber (oft an der Schwinge oder unter der Sitzbank) – getrennt für Solo- und Soziusbetrieb.
- Druck prüfen und korrigieren: Ventilkappe ab, Prüfer aufsetzen, Wert ablesen, bei Bedarf Luft nachfüllen oder ablassen.
- Profil kontrollieren: Gesetzlich sind in Deutschland mindestens 1,6 mm vorgeschrieben. Praktisch sollte deutlich mehr vorhanden sein. Die 1-Euro-Münze (Goldrand ca. 3 mm) gibt eine schnelle Orientierung.
- Reifen sichten: Achte auf Risse, eingefahrene Fremdkörper, ungleichmäßigen Abrieb und das Alter (DOT-Nummer).
Häufige Fehler
- Warm gemessen und dann Luft abgelassen – der Reifen ist danach unterluftet.
- Nur den Solo-Wert genutzt, obwohl mit Gepäck/Sozius gefahren wird.
- Profil nur mittig geprüft – gerade an den Flanken kann es ungleichmäßig abgefahren sein.
Sicherheitshinweise
Beachte die Warnhinweise oben. Zu niedriger Druck verschlechtert Handling und lässt den Reifen überhitzen; zu hoher Druck reduziert die Aufstandsfläche.
Fazit
Zwei Minuten Luftdruck-Check vor der Tour sparen im Zweifel deutlich mehr. Wer regelmäßig prüft, erkennt Verschleiß und Schäden früh.