Sicherheitshinweise:
- Bremsflüssigkeit ist aggressiv – Lack und Kunststoffe sofort mit Wasser abspülen, Augenschutz tragen.
- Nur frische Flüssigkeit aus versiegeltem Gebinde verwenden; sie zieht Feuchtigkeit.
- Nach der Arbeit die Bremse vor der ersten Fahrt auf festen Druckpunkt prüfen.
Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch – sie nimmt über die Zeit Wasser auf, was den Siedepunkt senkt. Bei starker Belastung kann es dann zu Dampfblasen und nachlassender Bremse kommen. Ein Wechsel alle ein bis zwei Jahre gehört daher zur Wartung.
Benötigtes Werkzeug und Material
Ein durchsichtiger Schlauch macht den Flüssigkeitszustand sichtbar. Details in der Infobox.
Schritt für Schritt
- Vorbereiten: Umgebung abdecken, Ausgleichsbehälter waagerecht stellen, Deckel öffnen.
- Schlauch anschließen: Auf die Entlüfterschraube am Sattel einen transparenten Schlauch in den Auffangbehälter führen.
- Alte Flüssigkeit ablassen: Entlüfterschraube öffnen, Bremshebel ziehen, Schraube schließen, Hebel lösen – im Wechsel, bis frische Flüssigkeit blasenfrei austritt.
- Behälter nachfüllen: Den Ausgleichsbehälter dabei nie leerlaufen lassen, sonst zieht das System Luft.
- Druckpunkt aufbauen: Bis der Hebel einen festen Druckpunkt hat.
- Abschluss: Behälter auf Maximalstand füllen, Deckel schließen, alles mit Wasser abspülen.
Häufige Fehler
- Behälter leergelaufen – Luft im System, aufwendiges Neu-Entlüften nötig.
- Alte oder offene Flüssigkeit verwendet – Wasser bereits enthalten.
- Kein fester Druckpunkt geprüft – gefährlich bei der ersten Bremsung.
Sicherheitshinweise
Beachte die Warnhinweise oben. Wenn nach dem Entlüften kein fester Druckpunkt entsteht oder Unsicherheit besteht, gehört die Bremse in die Werkstatt – hier hört der Selbstbau auf.
Fazit
Der Wechsel ist mit etwas Geduld gut machbar, verlangt aber Sorgfalt: Die Bremse ist das wichtigste Sicherheitssystem am Motorrad.